Sonntag, 26. April 2026, 18:00 Uhr
Kunsthalle Altdorf
Eugen-Lacroix-Straße 2
77972 Ettenheim
Schuppanzigh-Quartett
Reise in das Jahr 1772
Anton Steck, Violine
Katja Güttner, Violine
Christian Goosses, Viola
Werner Matzke, Violoncello
„Atemberaubend wie eine Schussfahrt in unbekanntes Terrain“…
So beschreibt Die Zeit die Spielweise des Schuppanzigh Quartetts,
das sich erfolgreich über Jahre hinweg auf internationaler Ebene mit
historischer Aufführungspraxis auseinander gesetzt hat.
Die Kraft, die sich aus den musikalischen Schriften der vergangenen
Epochen erschließt, verleiht dem Ensemble eine profilierte und
unverwechselbare Klangsprache. Die verwendeten Instrumente
befinden sich im Originalzustand, wie sie in der Entstehungszeit der
Kompositionen gespielt wurden. Dabei werden Darmsaiten benutzt,
die bis in die 1920er Jahre das Maß aller Dinge waren. Diese Saiten
ermöglichen eine klangliche Transparenz, die alle Stimmen
gleichermaßen durchhören läßt.
Die Reise geht in das Jahr 1772: Ungefähr 60 km von Ettenheim entfernt komponierte F. X. Richter, Kapellmeister am Straßburger Münster, sein Streichquartett Opus 5. W.A. Mozart reiste nach Straßburg, lobte Richters Kompositionsstil und schrieb im gleichen Jahr das berühmte Divertimento in D. Sein Interesse für die Gattung
Streichquartett wurde auch durch J. Haydn geweckt, der mit dem Druck der „Sonnenquartette“ Opus 20 im Jahr 1772 ein Monument
setzte, welches großen Einfluss auf alle Quartettkompositionen der
nächsten 50 Jahre haben sollte. Aus diesem Zyklus erklingen das Cello-Quartett in C und das mysteriöse f-moll Quartett.
„Jedes Quartett, jeder Satz wird bei den Schuppanzighs zu einer Sache auf Leben und Tod“… (Fono Forum)
Das Schuppanzigh-Quartett gehört zu den erfolgreichen Formationen, die sich über Jahre hinweg auf internationaler Ebene mit historischer Aufführungspraxis auseinandergesetzt haben. Die Kraft, die sich aus den musikalischen Schriften der vergangenen Epochen erschließt, verleiht dem Ensemble eine profilierte und unverwechselbare Klangsprache.
Die gelungene Mischung aus neu entdeckten Werken und die meisterhafte Interpretation der Wiener Klassiker und frühen Romantiker gehören zur grundsätzlichen Ausrichtung des Ensembles.
So wurde die Entdeckung der Werke des Beethoven-Freundes Ferdinand Ries zu einem Meilenstein, der von der Presse als „großer
Wurf“ betitelt wurde und als „die seit Jahren spannendste
Repertoire-Entdeckung in der klassischen Quartettliteratur – und zwar mit einigem Abstand“ (Fono Forum). Eine dreiteilige Serie, die
den Hörer durch das grandiose Quartettschaffen von Joseph Haydn
führt, fand 2012 seinen Abschluß. Das Quartett erhielt dafür u. a. den französischen Schallplattenpreis „Diapason d’Or“. Das Magazin Fono
Forum schrieb: „Jedes Quartett, jeder Satz wird bei den Schuppanzighs zu einer Sache auf Leben und Tod.“ Die Aufnahme mit dem Beethoven-Quartett Opus 59, Nr. 3 – gespielt auf Beethovens eigenen Instrumenten! – fand ihren Weg in die Jubiläumsbox der Deutschen Grammophon Gesellschaft (DGG) „Complete Beethoven Edition BTHVN2020“.

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