Samstag, 7. März 2026 um 19:00 Uhr
Verkaufsraum Rad Schulz
Stückle Straße,  77955 Ettenheim Altdorf
“I love Paris”

Stéphane Egeling, Oboen aller Arten und Epochen, hohe Sarrusophone
Jan Creutz, Klarinetten aller Arten und Epochen, Saxophone
Stefan Hoffmann, Fagotte aller Arten und Epochen, tiefe Sarrusophone, Musette de cour

Le Trio Lézard au „Boeuf“
…Oktober 1922, im „Le boeuf sur le toit“, dem legendären Pariser Künstlerlokal… 3 Clowns erscheinen, es sind die weltberühmten Fratellini, sehen Darius Milhaud und Jean Cocteau mit einem Glas Champagner beisammen stehen, setzen ihre Sarrusophone an und intonieren spontan eine Variation des „Tango des Fratellini“, den Milhaud ihnen kurz zuvor in die Orchestersuite, eben „Le boeuf sur le toit“, geschrieben hatte.
Tangos, seriöse Kammermusik, Swing, klassische Klaviermusik, Chansons… im „Boeuf“ klingt eines neben dem anderen völlig gleichberechtigt, Django Reinhardt neben Mozart, Wagner neben Cole Porter, Bach neben Barbirolli.
Genau ein Jahrhundert später ist die CD „Le Tango des Fratellini“ des Trio Lezard erschienen: mit Musik aus dem Paris der 20er und 30er Jahre. Und wie im „Boeuf“ steht auch hier „klassische“ Kammermusik gleichberechtigt neben Tango und Chanson. Aber nicht nur die Musik dieser schillernden Zeit erwecken wir zu neuem Leben, sondern auch die Instrumente: Sarrusophone, die längst vergessen geglaubten Cousins der Saxophone, lassen mit den Tangos der 20er Jahre diese Welt vor Ihren Augen und Ohren wieder auferstehen.
Das Trio Lézard
Nach nun schon über 25-jähriger Konzerttätigkeit in unveränderter Besetzung kann man das Trio Lézard heute als eines der führenden Trio d’anches’ bezeichnen. Die Kritik attestiert ihm »Virtuosität« (Klassik.com), »Klangschönheit« (FAZ) sowie »perfektes Zusammenspiel« (Fanfare). Mit dem Gewinn des »ECHO Klassik« 2015 für die Einspielung „Paris 1937“ wurde dies eindrucksvoll bestätigt. Das Trio Lézard ist zur Stunde das einzige Bläsertrio, welches jemals einen Schallplattenpreis erhielt. Das „klassische“ Trio d’anches aus Oboe, Klarinette und Fagott ist seine Kernbesetzung, um ein Repertoire aus mittlerweile über 200 Werken aus fünf Jahrhunderten klanglich darstellen zu können, greift das Trio zusätzlich zu Nebeninstrumenten oder historischen Instrumenten aus dem 18. und 19. Jahrhundert, zu diesen gehören auch Saxophone, Sarrusophone und Rothphone.